Warum Sie günstige IT Stundensätze sehr teuer kommen können

Nach welchen Gesichtspunkten entscheiden Sie bei der Auswahl des IT Dienstleisters? Wie wichtig ist Ihnen, im Vergleich zu anderen Kriterien, der Preis?

Manchmal ist der Preis der einzige Vergleichsindikator. Aber damit kann man in eine Kostenfalle tappen.

Welchen IT-Dienstleister würden Sie eher nehmen. Dienstleister A mit 70 €/Stunde oder Dienstleister B mit 150 €/Stunde?

Ehrlich, zu welchem würden Sie tendieren?

Gehen wir von einem größeren Problem bei Ihrer IT-Infrastruktur aus. Dienstleister A kommt zu Ihnen und beginnt mit der Arbeit. Er wirkt hoch konzentriert und arbeitet in einer Tour. Nach 3 Stunden konnte er dieses schwerwiegende Problem bei Ihnen beheben. Wir können froh sein ihn zu haben.

Dienstleister B kommt zum gleichen Problem und löst es innerhalb von 30 Minuten. Eigentlich eine Kleinigkeit aber mit Dokumentation & Co hat es dann doch 30 Minuten gedauert.

Sind Sie sich noch immer sicher, dass Dienstleister A die bessere Wahl ist? In unserem überspitzten Vergleich würden Sie für Dienstleister A 210 € bezahlen und für Dienstleister B 75 €. Also fast den dreifachen Preis.

Beurteilen Sie nicht ausschließlich nach dem Preis

Aber wodurch entstehen hohe Stundensätze eigentlich? Ein Kriterium ist die Erfahrung, die ein Unternehmen oder ein Techniker bereits gesammelt hat. Ein weiteres Kriterium sind laufende Ausbildungen, die gemacht werden müssen oder sollten.

Verzichtet man auf diese beiden Kriterien ergeben sich günstige Stundensätze.

Klar.

Es ist, wie der Vergleich zwischen einem Koch, der einmal zu Hause probiert hat einen Schweinsbraten zu kochen und einem Sternekoch, der seit 15 Jahren nichts anderes macht, als Schweinsbraten zuzubereiten und alles darüber weiß. (Ich frage mich an dieser Stelle ob es wirklich einen Koch gibt, der sich ausschließlich auf Schweinsbraten spezialisiert hat. Sein Stundensatz wäre interessant)

Referenzen, Referenzen, Referenzen

Fragen Sie Ihren zukünftigen IT Dienstleister im Vorfeld immer nach Referenzen. Kontaktieren Sie die Referenzgeber auch. Für viele Unternehmen ist das etwas Unangenehmes. Aber die Erkenntnis daraus kann Ihnen viel Kosten und Ärger ersparen.

Überlegen Sie sich, bevor Sie anrufen, ein paar Fragen. Hier ein paar Fragen zur Vorlage:

  • Wie zufrieden sind Sie mit diesem IT-Dienstleister?
  • Wo gibt es Verbesserungspotenzial in der Zusammenarbeit?
  • Was funktioniert wirklich gut?
  • Wie gut kann dieser Anbieter Kosten/Aufwand abschätzen?
  • Waren Kosten/Aufwandsschätzungen eher zu hoch oder zu niedrig?

Durch diese Fragen erkennen Sie auch falsche Referenzen. Ein Logo eines großen Unternehmens ist schnell auf einer Webseite platziert. Wie intensiv man mit diesem Unternehmen zusammengearbeitet hat, sieht man ja nicht. Auch ob die Partnerschaft überhaupt noch aktiv ist oder man sich schon wieder getrennt hat, ist nicht ersichtlich.

Uns würden Ihre schlimmsten Erlebnisse mit IT Stundensätzen und Referenzen interessieren. Hinter lassen Sie uns einen Kommentar.

 

Author: Claudia Berger

Claudia Berger ist in der Firma Dextra Data Solution für den Blog und Social Media verantwortlich

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